Fachartikel
für die Erbrechtspraxis.
Pflichtteilrecht, KI-Bewertung, Marktwertbestimmung und Praxis-Workflows — kuratiert aus über zwanzig Jahren e-findo-Erfahrung.
Hausrat schätzen im Erbfall: Nachlass-Wertermittlung für Möbel, Schmuck & Sammlerstücke
Den Hausrat im Erbfall zu schätzen ist die unterschätzteste Aufgabe der Nachlass-Wertermittlung — und die häufigste Streitquelle. Warum der Verkehrswert zählt (nicht Neu- oder Versicherungswert), weshalb pauschale Schätzungen den Streit ums Erbe befeuern und wie sich Hausrat, Schmuck und Sammlerstücke nachvollziehbar bewerten lassen.
Digitalvermögen und Kryptowährungen im Nachlass: Das unsichtbare Inventar
Bitcoin, Wallets, Online-Konten, Domains, Bonusmeilen — digitales Vermögen ist vererblich, taucht aber in keinem Register auf. Über die Gesamtrechtsnachfolge nach § 1922 BGB, die BGH-Rechtsprechung zum Kontozugang und das doppelte Problem von Auffinden und Bewertung.
Der teuerste Teil des Mandats kommt vor der Rechtsfrage
Die Legal-Tech-Debatte fragt, wie KI anwaltliche Arbeit ersetzt. Die wirtschaftlich relevantere Frage lautet: Wie standardisieren wir die Schnittstelle zwischen Mandant und Kanzlei? Ein Fachbeitrag über Effizienz, Berufsrecht und die richtige Architektur.
Vermögensverzeichnis beim Zugewinnausgleich: Was § 1379 BGB wirklich verlangt
Beim Zugewinnausgleich scheitert es selten an der Rechenformel — sondern an der belegten Aufstellung des Vermögens zu den Stichtagen. Über den Auskunftsanspruch nach § 1379 BGB, die zwei maßgeblichen Zeitpunkte und das unterschätzte Problem der Bewertung beweglichen Vermögens.
Die Stufenklage im Pflichtteilsrecht: Wenn der Erbe nicht freiwillig Auskunft gibt
Der Auskunftsanspruch nach § 2314 BGB ist nur die halbe Miete — entscheidend ist, wie er sich durchsetzen lässt, wenn die Erbenseite mauert. Über § 254 ZPO, die drei Stufen, die Vollstreckung und die unterschätzte Verjährungsfalle.
KI in der Kanzlei: Wo Vision-Modelle bei Nachlassverzeichnissen wirklich entlasten — und wo nicht
Computer Vision liest Möbel, Schmuck und Markenartikel von Fotos. Was das für die Pflichtteilsbearbeitung bedeutet, welche Audit-Pflichten EU-AI-Act und Berufsrecht setzen, und an welcher Stelle anwaltliche Expertise unverzichtbar bleibt.
Marktwertbestimmung bei Spezialposten: Was im Nachlassverzeichnis nachvollziehbar bewertet werden muss
Markenuhren, Edelmetalle, Sammelobjekte, Kunst — die Positionen, an denen ein Pflichtteilsverzeichnis am häufigsten angreifbar wird. Welcher Wertbegriff zählt, welche Quellen halten vor Gericht stand, und wann der Sachverständige unverzichtbar ist.
§ 2314 BGB im Anwaltsalltag: Was Kanzleien beim Nachlassverzeichnis wirklich leisten müssen
Pflichtteilsberechtigte haben Anspruch auf ein vollständiges Verzeichnis des Nachlasses. Was das in der Praxis bedeutet — von Auskunftspflicht über Wertermittlung bis zur gerichtsfesten Beweissicherung.
Pflichtteilrecht — aktuelle BGH-Rechtsprechung 2024–2026 mit Praxisrelevanz
Vier Entscheidungen, die das Pflichtteilsverfahren in den letzten zwei Jahren verändert haben: Zur Wertermittlung, zur Auskunftspflicht, zur Pflichtteilsergänzung bei Schenkungen und zum digitalen Nachlassverzeichnis. Was sich für die Praxis konkret ändert.
Wie funktioniert Valoro? Eine Tour durch das Erbrecht-Modul — von Foto bis RFC-3161-Zeitstempel
Vom ersten Foto bis zum gerichtsfest signierten PDF: die acht Schritte, die zwischen Mandatsannahme und vollständigem Nachlassverzeichnis nach § 2314 BGB liegen — und wie sich der Aufwand pro Mandat von Tagen auf Stunden reduziert.